Was tun wir?

Wir sind im zentralen Mittelmeer zwischen Sizilien, Tunesien und Libyen unterwegs, mit Monitoring- und Erste-Hilfe-Einsätzen.

Menschen nach der Rettung auf der Imara

Unser Einsatz in vier Aufgaben

  • Ausschau halten

    Wir suchen das Meer nach Booten in Seenot ab.

  • Versorgen

    Wir versorgen die Menschen medizinisch und mit dem Nötigsten.

  • Alarmieren

    Wir alarmieren die Behörden, damit die Menschen gerettet werden.

  • Dokumentieren

    Wir halten fest, was an Europas Außengrenze geschieht.

Wir sind unabhängig und halten uns an das internationale Seerecht, auch wenn Staaten das selbst oft nicht tun.

Unser Beiboot nähert sich einem überfüllten Schlauchboot auf offener See

Warum wir dort sind

Das zentrale Mittelmeer gehört zu den tödlichsten Fluchtrouten der Welt. Jahr für Jahr sterben dort mehr als tausend Menschen auf der Suche nach Sicherheit. Die EU lagert den Schutz ihrer Grenzen aus:

  • Frontex überwacht das Meer aus der Luft.
  • Die von der EU unterstützte libysche Küstenwache fängt Boote ab und bringt die Menschen zurück nach Libyen. Nach Einschätzung der Vereinten Nationen und vieler Menschenrechtsorganisationen verstößt das gegen das Non-Refoulement-Prinzip.
  • Zivile Rettungsschiffe werden festgesetzt, mit Bußgeldern belegt und in weit entfernte Häfen geschickt.

Wir halten dagegen, mit unserer Präsenz vor Ort und mit dem, was wir dokumentieren.

Die Imara unter Segeln, am Rumpf der Schriftzug Resistance

2021 – 2026

Danke, Imara

Wir haben die Imara von RESQSHIP übernommen und fast zwei Jahre lang restauriert. In 13 Rotationen haben wir mit ihr ungefähr 1000 Menschen auf dem Weg in einen sicheren Hafen versorgt und begleitet.

Bei der Werftzeit im Frühjahr 2026 haben wir Rostschäden und Schimmel entdeckt. Verantwortungsvoll einsetzen können wir sie nicht mehr. Die Imara geht in Rente.

Die Thetis II mit rotem Rumpf unter vollen Segeln

Ab Frühjahr 2027 im Einsatz

Die Thetis II

Benannt nach einer Meeresgöttin aus der griechischen Mythologie. Kursstabil, für raue See gebaut und für Monitoring und Erste Hilfe ausgestattet.

  • 14,5 m
  • Stahlyacht
  • Langkiel
  • unter Segeln

Warum wir wieder unter Segeln fahren

  1. Wind statt Diesel

    Ein Segelschiff braucht vor allem Wind und nur wenig Treibstoff. Das spart Geld und schwankende Spritpreise treffen uns weniger hart.

  2. Kürzere Wege

    Seit dem Piantedosi-Dekret, das Rettungsschiffe oft schon nach der ersten Rettung in weit entfernte Häfen schickt, zählt jede Stunde im Einsatzgebiet. Wir können länger vor Ort bleiben.

  3. Länger vor Ort

    Wir leisten vor allem Ersthilfe, bleiben vor Ort und koordinieren die Rettung. Nur im absoluten Notfall nehmen wir selbst Menschen an Bord. Dadurch können wir deutlich länger im Einsatzgebiet präsent bleiben und Leben schützen.

  4. Kleine Crew

    Günstig im Unterhalt und mit einer kleinen Crew zu fahren.

Damit wir verlässlich rausfahren können

Regelmäßige Spenden von Schiffspat:innen geben uns Planungssicherheit. Sie decken Wartung, Crew-Rotationen, Material für die Erstversorgung und die Logistik unserer Einsätze.